Podcast-Special: Eugen Salomon - Geschichte eines Nullfünfers I Folge 3
Shownotes
Wegbereiter, Präsident, Finanzier – all das war Eugen Salomon für Mainz 05. Mit nur 17 Jahren wird er kurz nach der Gründung des Vereins zum Präsidenten gewählt. Er ist einer von vielen jüdischen Menschen, die bis 1933 daran beteiligt waren, den Fußball in Deutschland großzumachen. Für sie alle gab es im Fußball Freiräume und gesellschaftliche Anerkennung. Bis sich 1933 alles änderte, auch für Eugen Salomon.
Wie hat Eugen Salomon den Verein in seiner Anfangszeit geprägt? Wohin ging er mit seiner Familie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten – und warum dauerte es so lange, bis in Mainz an ihn erinnert wurde? Als 05 Inside-Special folgt der Podcast „Eugen Salomon – Geschichte eines Nullfünfers“ den Spuren des ersten Präsidenten von Mainz 05.
Folge 3 erzählt, wie sich in Mainz eine Erinnerungskultur im Fußball entwickelte.
Mit Hedwig Brüchert, Nils Friedrich, Serge Salomon und Henry Wahlig. Produktion: Hanna Kopp Redaktion: Mike Dornhöfer und Thomas Schmidt Musik: Fabian Limberger und Hanna Kopp
Ein Angebot der VRM.
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00:00:13: Der Sport ist einerseits ein Spiegel allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen, aber doch noch mal lieber das Wort Brennglas.
00:00:21: Weil es sich vielleicht noch stärker verdichtet und der Sport eine so krasse Eigenschaft hat wie ich's aus anderen gesellschaftlichen Bereichen
00:00:28: nicht
00:00:28: kenne.".
00:00:31: Eugen Salomon Geschichte eines Nullfünvers Ein Null-Fünf Inside.
00:00:41: Podcast von Hanna Kopp Folge drei Sport als Brennglass So formuliert es Sporthistoriker Henry Warlig.
00:00:55: Seiner Ansicht nach treten gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme im Sport noch sichtbarer, unkonzentrierter auf als in anderen Bereichen des Alltags – das ist hier mit der krassen Eigenschaft des Sports gemeint.
00:01:10: Gezeigt hat sich das in der zweiten Folge dieses Podcasts.
00:01:14: Sie erzählt wie sich der Deutsche Sport- und die Fußballvereine dem NS-Regime angedient haben.
00:01:21: Noch bevor es hier eine Anordnung der neuen Machthaber gibt, werden jüdische Mitglieder aus den Vereinen hinausgedrängt und ausgeschlossen.
00:01:32: Wer zur deutschen Gesellschaft dazugehören darf, entschied sich also auch auf dem Fußballplatz.
00:01:38: Einen Aufschrei gibt es aus den Verein nicht – auch nicht als jüdisches Sportler später ermordet werden!
00:01:45: So wie eugen Salomonen.
00:01:47: Er starb in KZ Auschwitz.
00:01:51: In Mainz erinnerte sich jahrzehntelang kaum jemand an ihn, dass die jüdischen Wurzeln im deutschen Fußball so vergessen und verdrängt wurden war nicht nur in Mainz zu sondern in ganz Deutschland.
00:02:04: Grundsätzlich wissen wir das ist kaum Entanzifizierung in der.
00:02:07: ich bin jetzt immer in der bundesdeutschen westdeutschensgesellschaft aber in ostlandschaft noch nicht viel anders kaum entanzifiziert gegeben hat wie die Wirtschaft, wie das kulturelle Leben dann waren doch zumindest die schlimmsten, sagen wir mal drei bis fünf Prozent der Nazis.
00:02:25: Die wurden doch ausgewechselt.
00:02:27: Der Sport ist meines Erachtens soweit ich das weiß, der einzige führende Gesellschaftsbereich in Deutschland wo es wirklich Null.
00:02:34: Kein einziger Funktionär, so schlimm er auch im Nationalsozialismus aktiv gewesen ist wird irgendwie offiziell zur Rechenschaft gezogen und muss deshalb sein Amt niederlegen.
00:02:44: Die setzen alle ihre Karrieren bruchlos fort.
00:02:48: Und es kommt eben daher weil der deutsche Sport von Beginn an doch sehr erfolgreich postulieren kann dass man ja selbst ein Opfer der Nationalsozialisten gewesen ist, das die armen Sportfunktionäre zu all diesen Dingen wie Ausgänzung der Juden und so weiter doch gezwungen worden sind.
00:03:05: Dass man im Gegenteil sogar versucht habe das bestmöglichste noch auszuholen und irgendwie es doch geschafft haben, dass der Sport so Haltwegs eine unpolitische Insel geblieben wäre diese Darstellung sage ich mal, die mit der Wahrheit wie wir es heute wissen nicht übereinstimmt.
00:03:23: Die zieht sich aber über viele Jahrzehnte weiter und bleibt eigentlich widerspruchslos und führt dazu dass diese Opfer über vielerzehnten weiter völlig vergessen bleiben ist ein Element das die Nazis nicht nur dafür sorgen dass dieses Sportler unmittelbar physisch verfolgt werden sondern gleichzeitig auch die Erinnerung an sie komplett ausgelöscht wird.
00:03:49: Diese Zeit, in der die Zeit ist es noch so ein schwarzer Fleck.
00:03:54: Da müsste man auch mal dringend sich nochmal professionell ran setzen und mit den Jahren auseinanderzusetzen.
00:03:59: Da liegt wirklich noch viel im Dunkeln, wer jetzt die Akteure
00:04:02: waren.".
00:04:03: Das ist Nils Friedrich, Fan von Mainz-Null-Fünf.
00:04:06: Was die Spieler für Rollen hatten, was die Offiziellen aus dem Vorstand für eine Rolle in der Politik oder generell in dem Krieg hatten – da weiß man einfach zu wenig, dass man sagen kann, was genau passiert ist.
00:04:18: Man kannte den Namen Eugen Salomon, man wusste allerdings nicht in Gänze wie sein Leben verlaufen ist.
00:04:23: Was er für eine wirkliche Bedeutung hat.
00:04:25: und da war die Straßenbeendennung hier schon ganz wichtige Initialzündungen weil dadurch dass das jetzt ein offizieller Straße der Stadt Mainz ist wollten sie sich auch damit auseinandersetzen wer diese Person überhaupt im Detail war.
00:04:37: Er ist einer der ganz wenigen jüdischen Menschen die dann auch in den Aufzeichnungen nach dem Krieg in den Festschriften zum Beispiel erwähnt wird als als Mensch, als Mensch mit Verdiensten für den Verein.
00:04:49: Und das hat mir ja auch gerade was jüdische Menschen angeht die hat mehr dann oftmals vergessen beziehungsweise auch ganz bewusst raus gelassen.
00:04:57: Die Erinnerungskultur ist entstanden von einer neuen Generation, die dann eben als Fußballfenster in den neunziger Jahren zunehmend begonnen haben einen eigenen Verein das eigene Umfeld kritisch zu hinterfragen und so sagen Das kann doch wohl nicht sein dass es in meinem Verein Die haben sich in den NS-Zeit verhalten und gab es dort nicht jüdische Spieler, die ausgegrenzt worden sind.
00:05:18: Und das sind oft eben wirklich an der Basis einfache Fans, einfache Mitglieder, die anfangen, dort Nachforschungen anzustellen.
00:05:26: Das führt so langsam zu Druck von unten.
00:05:30: Es gibt immer mehr Menschen, die das hinterfragen.
00:05:33: Diese Erinnerungskultur ist langsam gewachsen und geschrieben dann irgendwann auch vom DFB muss man sagen... sehr umfangreich, auch mit finanziellen Mitteln gefördert worden.
00:05:43: Da wird dann die erste öffentliche Studie kritisch von einem unabhängigen Historiker über den DFB in der NS-Zeit geschrieben.
00:05:51: und jetzt ist dieser Moment dieses Wandels erreicht.
00:05:53: Der erste Verein war Schalke Null Vier, der seine NS Zeit aufgearbeitet hat.
00:05:58: und dann ist es ab diesem Zeitpunkt das immer mehr Vereine, dass angehen, immer mehr Fangruppen, auch die Ultrafanbewegung dort sehr aktiviert und sich aus Nachforschung
00:06:08: anstellt.".
00:06:14: Dieses Straßenziel zum Stadion, darüber gab es mal einen großen Artikel in der allgemeinen Zeitung mit Foto.
00:06:21: Hier ist Tätwick Brücher zu hören eine Mainzer Historikerin.
00:06:25: Kurz danach bekam ich dann einen Brief von einer Lydie
00:06:30: Hugen-Gubel
00:06:31: geborene Salomon übrigens aus Wuppertal.
00:06:35: Das ist eine Enkeltochter von Eugen Salomon.
00:06:39: Wir hatten ja keine Ahnung ob es noch nachkommen gibt und Dann kam dieser Brief und damit begann also die ganze Geschichte auch greifbar zu werden.
00:06:51: Und Liddy Hugendou beschrieb mir, dass sie durch Zufall diesen Zeitungsartikel gekriegt hatten.
00:07:00: Dadurch hat die Familie überhaupt davon erfahren das die Straße nach ihm benannt war.
00:07:06: Sie beschrieb uns dann zunächst mal ganz knapp, wie das eben alles zusammenhängt mit Sönder Volt und den Schwiegereltern in Söunder Volt.
00:07:13: Und der Immigration nach Frankreich und der Verhaftung von Eugen... ...und der eine, der beiden Söhne die so als Halbwüchsige damals eben mit in der Immigration waren und dann später heirateten in den Fünfzigerjahren, der eine Sohn ist also Der Vater von Lüdie und Serge, als dieser Brief von der Lüde-Hugendubel kam, habe ich lange mit ihr telefoniert.
00:07:39: Und ich kann mich nicht genau erinnern wann die beiden Geschwister dann das erste Mal in Mainz waren.
00:07:44: aber wir haben uns dann einmal hier auch getroffen und sie haben ganz viele Bilder auch mitgebracht.
00:07:50: ja...
00:07:53: Dadurch dass wir zu Hause kommen über die Kriegsjahre gesprochen haben
00:07:57: Das ist Serge Salomon, der Enkel von Eugen Salomon
00:08:01: waren wir auch als Kinder oder auch als Jugendliche gar nicht richtig sensibilisiert.
00:08:06: Man hat ihn den Tag gelebt, man hat seinen Beruf oft bearbeitet, man hatte seine Freunde gehabt
00:08:12: –
00:08:12: den Alltag!
00:08:14: Die Kriegsjahr war nicht präsent.
00:08:16: Das war im tiefen Untergrund vergraben.
00:08:22: Meine Mutter hatte versucht da auch einige Geschichten aufzuarbeiten.
00:08:27: Sie hatten uns Unterlagen gegeben, Listen über die deportierten Personen unter anderem eben, mein Großvater.
00:08:34: Ja das war ihre Sache.
00:08:36: Das waren noch nicht unsere Sachen also meine Schwestern und mir.
00:08:40: Unsere Sache wurde es erst im Jahr zwölf.
00:08:42: Als Hedwig Brücher Kontakt mit uns aufgenommen hat.
00:08:47: Zwei Tausend Zwölf ist das schon eher
00:08:49: politisch schnell.
00:08:52: Ersten Mal Kontakt aufgenommen und sie hat uns ganz viele Dinge erzählt von denen ich null Ahnung hatte.
00:09:00: Die hat uns dann auch in Kontakt gebracht mit den Mainz Nr.
00:09:03: V Personen, die mit Ente packt hatten und wir inzwischen sehr eng befreundet sind.
00:09:11: Auch bei Mainz-Nr.V kam der Anstoß erst mal aus der Fanszene.
00:09:15: Es feiert kurz danach ja auch die Stolpersteinligung.
00:09:18: Von da aus wurde der Kontakt immer intensiver.
00:09:20: zu Mainz.
00:09:24: Ja, jetzt sind wir in der Bobstraße-IV-Sächsich relativ am Ende Richtung Lessingstraße.
00:09:29: Direkt gegenüber von der Straßenbadelinie also optimal um auch hier mal vorbeizuschauen.
00:09:32: ja Als Eugensalemohnen... ...und nach seiner Zeit den Frankreich wieder zurück nach Mainz gekommen ist hat er zusammen mit seinen beiden Söhnen und seiner Frau eine Wohnung im Haus bezogen Und das war für die nächsten vierzehn fünfzehn Jahre dann seine Heimat gewesen Bis er und die Stolpersteine liegen hier seit Jahrzehnten.
00:10:01: Das ist mittlerweile ein besonderer Ort, wo auch regelmäßig im Jahr Menschen vorbeikommen an Eugen Salomon denken.
00:10:08: Es ist egal ob es zu seinem Geburtstag oder Todestag.
00:10:11: Wenn in Januar an die Befreiung von Ausschwitzer erinnert wird, das sind alles Momente, wo Leute mit fünf Fans herkommen, Blumen niederlegen, die Stölpersteinen putzen und sauber machen ... für viele Menschen so als ein Ort etabliert, an dem an Eugen Salomon erinnert wird.
00:10:29: Ja es ist schon eine Identifikationsfigur geworden und der steht so für das jüdische Meister-Firm, würde ich sagen also der Leuchtturm, der da deutlich herausragte.
00:10:42: Stolpersteine sind für mich ein Meilenstein in meinem Leben definitiv.
00:10:47: Ich glaube jede Minute die dort stattgefunden hat, das war großartig aufhührend weil So langsam, das war ja nur in der Frühphase, wo ich das ganze kennen gelernt habe.
00:11:00: Da fing eigentlich auch alles an so zu sacken was passiert da eigentlich?
00:11:04: Was ist da gewesen?
00:11:05: und da ging für mich die Aufarbeitung juristisch los Die Verlegung der Stolkersteine Das Engagement der Ferngemeinde von Mainz Nr.
00:11:18: V Von Ente Bagdat Und wie sie alle heißen Es ist unfassbar Wie sich alle engagieren.
00:11:25: Das ist mit einem mit und lässt einen vor der Bewunderung.
00:11:29: Klar!
00:11:31: Im Jahr zwei Tausend dreizehn waren wir dabei.
00:11:33: oder war ich dabei?
00:11:34: Wir hatten damals auch mit meinem Fanclub, der Handkiss-Mafia uns da schon an dem Tag sehr eingebracht.
00:11:42: Wir haben im Vorfeld darauf hingewiesen dass diese Stolperstein Verlegung ist.
00:11:45: Wir sind ein bisschen geworben für den Mittag für alle Anwesenden in der jüdischen Synagoge noch Kaffee im Kuchen ausgegeben.
00:11:54: Für jeden, der interessiert war daran teilzunehmen.
00:11:57: Das Wochenende nach der Stolberg-Versteinverlegung, die erste kleine Choreo für Eugen Salomon im Stadion gemacht.
00:12:02: Und wir waren da damals schon sehr involviert.
00:12:18: Ich weiß nicht wie die das Organisieren im Hintergrund... ich war nie dabei!
00:12:23: Ich habe nur das Ergebnis gesehen wenn die Banderolen ausgebreitet werden und alles so hoch gehalten wird.
00:12:35: Ja, er zeigt wie das Engagement ist.
00:12:42: Ich hab da keinen Beitrag, ich kann es nur bewundern Jedes Mal wenn ich die Chance habe im Stadion zu sein, das ist sehr emotional.
00:12:48: Das ist kein normaler Fußballspiel.
00:12:50: Ich glaube viele Fans sind dann ganz bei ihrem Verein... ...ich bin da bei der Geschichte.
00:12:57: Ja und das ist ein ganz anderes Dasein am Fußballplatz.
00:13:02: Es ist auch mit viel Freude verbunden.
00:13:05: Keine Selbstverständlichkeit.
00:13:06: Ich hab das Glück dann jedes mal eingeladen zu werden!
00:13:09: Ich treffe Freunde neue Freunde.
00:13:13: Also mir geht es jedesmal an die Google.
00:13:15: Ganz einfach, schlopp.
00:13:18: Mir brauche ich gar nichts dazu zu
00:13:19: sagen.".
00:13:22: Das beschäftigt dann einen schon auch.
00:13:24: gerade wenn man versucht so sich in die Personen oder in die Verhältnisse damals reinzuversetzen noch mal mehr ist das ja dann auch so ein wahndes Beispiel dafür dass es sowas nie wieder geben darf und das nie wieder nicht nur irgendwie eine leere Floskel sein darf die man schnell irgendwo hinschreibt oder eben so bei seinen sagt sondern das ist da halt auch schon drum geht das irgendwie zu leben oder mit Leben zu füllen?
00:13:48: Ja,
00:13:48: dass Deutschland eine so frühe große Fußball-Weltmacht geworden ist.
00:13:54: Das wäre ohne Juden zu diesem Zeitpunkt absolut völlig unmöglich gewesen.
00:13:59: also das Fußballland Nummer eins wie wir es heute kennen das ist ja historisch gewachsen das war schon vor dem Krieg sodass es dann fünftig sehr schnell wieder hochgekommen.
00:14:08: aber das alles war geprägt und ist bis heute gepräkt Durch Personen wie Walter Bensonmann auf der Vereinsebene.
00:14:15: der FC Bayern wäre nicht das, was er heute ist ohne Kurt Landauer.
00:14:18: Und auch Mainz Null Fünf glaube ich kann man sagen, wäre nicht dass, was es heute ist, ohne einen Eugen Salomon.
00:14:24: und ja, das ist ein unheimliches Gut, was wir hochhalten müssen und fegen
00:14:29: müssen.".
00:14:31: Ich glaube Fans sind schon sehr ... darauf bedacht, dass der Verein eine gewisse Identität hat.
00:14:36: Dass er weiß woher er kommt und was passiert ist, dass er zu dem geworden ist wie er heute ist und da gehört natürlich die eigene Vereinsgeschichte stark dazu.
00:14:45: Das ist auch ein sehr identifikationsstiftendes Merkmal seiner Geschichte und man merkt es jetzt nicht nur in Mainz sondern überall das den Leuten schon wichtig ist was mit ihrem
00:14:56: Verein
00:14:57: vor Jahren passierte oder wie er sich entwickelt hat.
00:15:01: Ich würde für mich persönlich auch sagen, dass ich es unheimlich genieße im Fußball.
00:15:07: Dass Menschen im Stadion zusammenkommen und wir bei den Spielen eine Gemeinschaft konstruieren.
00:15:14: Die wird dann für neunzig Minuten wie lange man im Stadeon ist so geschaffen.
00:15:18: aber es ist wirklich toll!
00:15:19: Man hat dort einen Lebensbereich wo man zusammenkommt und das ist unheimlig wichtig, dass wir das heutzutage in unserer Gesellschaft brauchen.
00:15:27: Alles atomisiert sich so in seine kleinen Mikrobereiche, in die Bubbles hinein.
00:15:32: Und hier nehme ich wirklich sehr positiv wahr wie man zusammen Spaß hat Freude hat und das ist unheimlich wichtig dass die Gesellschaft doch nochmal zusammenkommt heutzutage.
00:15:44: Nur es gehört doch eben auch dazu zu sagen Dass der Fußball der Sport aber exakt in die andere Richtung nun leider auch wirken kann.
00:15:52: Und da könnte es durchaus wieder so sein, dass vielleicht der Sport wieder eine Vorratte der Explosion sein kann.
00:15:58: aber das müssen wir auch historisch verstehen um dort entgegenwirken zu können.
00:16:03: Das nie wieder wird sehr hoch gehalten und der Eugen Sarum hat quasi als Gallionsfigur dazu.
00:16:13: Als erschreckendes Beispiel im Stadion erkennt man natürlich nicht die Geschichte.
00:16:19: Ich hoffe, es wirkt also wecker für den einen oder anderen als auch Forderung sich damit zu beschäftigen.
00:16:26: Es ergab sich dann so dass ich mich hauptsächlich eben mit Einzelschicksalen beschäftigt habe und das mich das immer mehr interessiert hat und berührt hat und ich eben gemerkt hab, dass solche Einzellschicksale eben vielmehr er sagen über die Geschichte beschäftigt.
00:16:54: Die Menschen machen die Geschichte aus, fragt durch.
00:16:57: jeder einzelne Mensch ist ein Teil dieser Geschichte.
00:17:01: Ja ich denke wenn alle Menschen sich das für gegenwärtigen würden was eben so eine Diktatur bewirkt und die Verfolgung von Minderheiten bewirbt dann dürften nicht so viele Menschen heute wieder sich erstes irgendwie einen starken Mann an der Spitze wünschen fremdenfeindlich sein oder sich darüber aufregen, dass wir Asylsuchende aufnehmen.
00:17:29: Und es gibt leider eben ja auch inzwischen Etliche die dann denken, wir hätten uns lang genug mit unserer deutschen Vergangenheit beschäftigt und man sollte jetzt damit aufführen.
00:17:40: Ich denke das dürfen wir nicht sondern müssen den Menschen immer wieder vor Augen führen was solche
00:17:50: politischen
00:17:51: Handlungen Wie das NS Reich eben bewirken und ich hoffe, dass es was nutzt.
00:17:59: Serge Salomon sagt, jüdisches Leben ist heute in Deutschland nicht sichtbar genug.
00:18:05: Zu wenig vielleicht auch aus Sorge immer wieder sofort ein Dämpfer zu bekommen sollte einfach mehr sichtbares sein.
00:18:12: ja die politische Lage spielt natürlich auch eine große Rolle und in den letzten Jahren mehr denn je wo man das Gefühl hat es könnte wieder passieren Oder der Judenhass ist ja präsent, er war ja nie weg eigentlich.
00:18:32: Aber der ist ja langfähig geworden leider.
00:18:35: und dagegen gilt es zu kämpfen, dagegen gilt das anzugehen.
00:18:41: Und die Tatsache dass ich solche Wurzeln habe ist natürlich Motivation genug um selber auch aktiv zu sein und mitzumachen Wie Eugen Salomon, wie mein Vater.
00:18:56: Ich selbst, wir sind durchschönen und tiefen gegangen.
00:18:59: Die Tiefen waren sehr tief.
00:19:02: Das Motto ist immer aufgeben gilt nicht Und immer vorne gucken.
00:19:08: Und das war mit Sicherheit das Motto von Eugen salomon.
00:19:12: Das hat er bis zu seinen Enkeln und Ohrenken weitergegeben.
00:19:38: Es sprachen Hedwig Brüchert, Nils Friedrich, Serge Salomon und Henry Warlik.
00:19:46: Produktion Hannah Kopp, Redaktion Mike Dornhöfer und Thomas Schmidt.
00:19:52: Musik Fabian Limberger und Hannah Kopf Ein Angebot der VRM.
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